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VORSICHT FALLE! Was Du bei Deiner Bewerbung von jetzt an unbedingt beachten musst

83% aller Bewerber scheitern an ihren Unterlagen und bekommen nicht den Job, der wirklich zu ihnen passt!

Du glaubst vielleicht, Du kannst selbst gute Bewerbungen schreiben? Ich werde Dir in diesem Post beweisen, dass das nicht so ist!

Inhalt

1. Dem Fisch muss der Köder schmecken

        1.1 Bewerbungsfaktor 1: Du bewirbst DICH

        1.2 Bewerbungsfaktor 2: Der Leser

        1.3 Bewerbungsfaktor 3: Die Stelle

2. DIN5008 schon mal gehört

3. Schon ein Fehler kann das AUS bedeuten

        3.1. Kleiner Strich – große Wirkung 

        3.2. Klein geschrieben – großes Problem

4. Zwischen den Zeilen

        4.1. Der Bewerbungs-Code

        4.2. Negative Trigger

        4.3. Positive Trigger

5. Zusammenfassung

1. Dem Fisch muss der Köder schmecken, nicht dem Angler! 

Dass Du in deiner Bewerbung Dich selbst optimal präsentieren sollst, müsste eigentlich klar sein. Denn

Be-werbung = Werbung!

Bewerbungsfaktor 1: Du bewirbst DICH!

Bei Deiner Bewerbung machst Du Werbung für Deine Arbeitskraft, Deine Zeit, Dein Know How oder Deine Reputation.

Dazu ist es wichtig, dass Du Deine Stärken und Schwächen gut kennst und optimal in Deinen Bewerbungsunterlagen präsentierst.  Dabei solltest Du die alte Regel „Eigenlob stinkt“ ändern in

EIGENLOB STIMMT!

Beispiel aus der täglichen Praxis

Eine Verkäuferin hatte sich schriftlich in einem Supermarkt beworben. Aus dem Lebenslauf ging hervor, dass sie sehr häufige Stellenwechsel hatte, bevor sie 16 Jahre in einem etablierten Bekleidungsgeschäft arbeitete. Das Geschäft am Ort schloss und sie und alle anderen Mitarbeiter wurden ausgestellt.

Die Geschäftsleitung des Supermarktes las den Lebenslauf und murmelte dabei in einem entsetzten Unterton:

Die hat ja nie länger gearbeitet als ein Jahr! Nein, die laden wir nicht ein!

Dass diese Bewerberin aber zuletzt 16 Jahre am Stück gearbeitet hatte und sich nichts zu Schulden hat kommen lassen, ging einfach an der Leserin vorbei!

Aber DU bist nicht das einzige Element, das Du in Deiner Bewerbung  unbedingt berücksichtigen solltest.  Es gibt noch zwei weitere! Die meisten Bewerber jedoch kennen sie nicht oder ignorieren sie schlichtweg. Es handelt sich um den Leser Deiner Bewerbung und um die Stelle, für die Du Dich bewirbst.

KURZ GESAGT: Du schreibst DEINE Bewerbung FÜR den Leser AUF die entsprechende Stellenbeschreibung!

Bewerbungsfaktor 2: Der Leser, der über Deine Bewerbung entscheidet (die zwischenmenschliche Ebene)

80% Deiner Entscheidungen triffst Du aus dem Bauch heraus. Sie werden emotional getroffen. Auch wenn Dein Verstand Dir vormacht, es wäre eine logische Erklärung. Meist treffen wir eine Entscheidungen auf unterbewusster Ebene. „Wir haben ein gutes Gefühl bei dieser Sache!“  Dann erst findet das logische Denken Gründe, die dieses Gefühl untermauern. Ebenso geht es CEO´s und Personalern. Zuerst entscheidet also kein Unternehmen über Deine Bewerbung, sondern ein Mensch.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance! 

Diese Entscheidung findet unbewusst „ganzheitlich“ statt. Das bedeutet, der Leser fühlt die Qualität Deiner Bewerbungsmappe, die er in der Hand hält, er bemerkt die Dicke des Papiers, die etwas dicker ist als die anderen Bewerbungen bisher. Er bemerkt auch unbewusst den unangenehmen Küchen- oder Zigarettengeruch Deiner Unterlagen. Leider hattest Du sie vor dem Versand in der Küche abgelegt – als es den leckeren Schmorbraten gab. Wenn der Leser sich dann Deine Unterlagen ansieht, entwickelt er ein positives oder negatives Gefühl über den ersten Eindruck. Dieses Gefühl prägt sich ein und nimmt Einfluss darauf, wie die weiteren Informationen im Text zu werten sind. Bestätigt sich dieses Grundgefühl, formt sich langsam ein Bild von Dir als Bewerber, das durchaus auch falsch sein kann. Zum Lesen zwischen den ZEILEN schreibe ich unter Punkt 4.

Beispiel aus der täglichen Praxis

Der Chef eines Architekturbüros 

BEWERBUNGSTIPPS:

  • Wertwahrnehmung: Schreibe und gestalte Deine Bewerbung so, dass sie der Leser als hochwertig wahrnimmt (z.B. dickeres Papier)
  • Sauberkeit: Achte auf durchgehende Sauberkeit. Das betrifft nicht nur Flecken und Eselsohren, sondern auch optischeche Elemente, Abstände, Schriftbild u.v.m.
  • Vermeide Gerüche aller Art! 
  • Sende E-Mail Bewerbungen nur in einer einzigen pdf Datei

Bewerbungfaktor 3: Die ausgeschriebene Stelle (die fachliche Ebene)

Hier geht es einfach darum, zu klären ob Bewerberprofil und Anforderungsprofil der Stelle zusammenpassen.

Beispiel aus der täglichen Praxis

Im Internet ist eine Stelle ausgeschrieben. Darin steht: „

Wir suchen einen Verkäufer für unseren Baumarkt mit guten Kenntnissen in Farben und Werkzeugen.

IhrProfil:

  • Sie sind freundlich und zuverlässig
  • besitzen fundierte EDV Kenntnisse
  • sind körperlich belastbar und können gut beraten

Der Bewerber schreibt:

ich habe Erfahrung im Verkauf von Feinkostartikeln. Habe als Koch gearbeitet und konnte mit diesem Fachwissen die Kunden immer gut beraten. Gerne bringe ich meine Fähigkeiten und Kenntnisse bei Ihnen ein…

Das geht doch irgendwie gewaltig am Thema vorbei. Leider sieht man solche Bewerbungen in der Praxis sehr oft.

BEWERBUNGSTIPPS:

  • Informiere Dich sehr gut über die Stelle 
  • Lies auch das Anforderungsprofil in der Stellenanzeige sehr aufmerksam durch
  • übernehme die Anforderungen aus der Stellenanzeige, die auf Dich zutreffen, als Deine Stärken im Anschreiben

2. DIN 5008 schon mal gehört? 

Dein Bewerbungsanschreiben gilt als Geschäftsbrief. Darum unterliegt es der Norm, für Geschäftsbriefe. Die DIN (Deutsche IndustrieNorm) 5008 regelt Abstände, Schriftgrößen und den Aufbau des Schreibens. Es gibt klare Regeln, was wie wo im Anschreiben zu sein hat.  

Allerdings gibt es auch gelegentlich Probleme, wenn man sich starr an die Norm hält. Das Anschreiben kann optisch wenig ansprechend wirken und nicht mehr ins Gesamtdesign passen. Darum empfehle ich hier einen Mittelweg, bei dem die relevanten Vorgaben der Norm beachtet werden und trotzdem ein top Design möglich ist.

Beispiel aus der täglichen Praxis

Die meisten Arbeitgeber interessieren sich nicht so sehr um die Norm, solange die Ästhetik und die grundlegenden Regeln (Schriftgröße 12pt, Reihenfolge Absender und Empfängerblock, Betreffzeile und persönliche Anrede stimmen.

Es gibt aber auch vorrangig im Bereich Büro und Verwaltung Personaler, die Wert auf die Norm legen. Das Haupargument ist: „Wenn der Bewerber meine Geschäftsbriefe schreiben soll, dann will ich auch in der Bewerbung sehen, dass er weiß, wie das richtig geht!“

BEWERBUNGSTIPPS:

  • Informiere Dich gut über Schriftgröße, Abstände und No Go´s. Die Norm ist klar geregelt und Du findest sie im Internet und allen Bewerbungsbüchern.
  • Halte Dich strikt an die Norm, außer Deine Abweichung bringt Dir große optische Vorteile

3. Schon ein Fehler kann Dein AUS bedeuten!

Ein einziger Rechtschreibfehler wird sehr wahrscheinlich das Aus für Deine Bewerbung bedeuten, wenn er an der falschen Stelle sitzt. Absolutes No Go und K.O. Kriterium sind ein falsch geschriebener Firmenname oder Name des Ansprechpartners. Überhaupt solltest Du Empfängerdaten und Absenderdaten peinlichst genau überprüfen, bevor Du Deine Bewerbung abschickst. Wer will schon einen Bewerber einladen, der seinen eigenen Namen oder seine Straße falsch schreibt? 

Beispiel aus der täglichen Praxis

Eine junge Bewerberin hate sich als Großhandelkauffrau bei der Firma Hofer (Name geändert) beworben. Im Anschreiben hat sie versehentlich aber Hofler GmbH geschrieben. Das verursachte großes Gelächter im Personalbüro und die Bewerbung landete sofort auf dem falschen Stapel. Der Rest ihrer Bewerbung wurde gar nicht mehr angeschaut. Wegen eines L´s zuviel…

BEWERBUNGSTIPPS:

    • Wusstest Du, dass die Straße getrennt geschrieben wird, wenn sie sich auf eine Ortschaft bezieht? Beispiel: Hauptstraße wird zusammen geschrieben, während Berliner Straße getrennt geschrieben wird. 
    • Das Wort Straße solltest Du nicht abkürzen – das wirkt faul!
    • Straße schreibt man übrigens „ß“ weil man den Konsonanten vorher lang  und das „s“ weich spricht. Schriebe man Strasse, würde man es aussprechen, wie Tasse. Erkennst Du den Unterschied?

3.1. Kleiner Strich, große Wirkung – Das Komma

Obwohl das Komma nur so ein klener Strich ist, haben Viele Probleme damit, wo es zu setzen ist, und wo nicht. Wenn Du diesen einfachen Tipp beachtest, hast Du in Zukunft keine Kommaprobleme mehr:

Beispiel aus dem Internet

zwar nicht aus dem täglichen Bewerbungsalltag sondern aus dem Internet habe ich dieses lustige, aber passende Beispiel gefunden, was passiert, wenn Du das Komma vergisst:

„Wir essen, Kinder!“  oder ohne Komma: „Wir essen Kinder!“

Das Komma an der falschen Stelle kann in bestimmten Situationen ebenfalls Lebensgefährlich werden:

„Tötet ihn nicht, freilassen!“ oder „Tötet ihn, nicht freilassen!“ wink

Auch der Punkt an der falschen Stelle kann unangenehme Konsequenzen mit sich bringen. Hier noch ein Internetfund: Die Aussage

„DU HAST DEN SCHÖNSTEN HINTERN. WEIT UND BREIT.“ 

 könnte schonmal die eine oder andere Ehe gefährden. Aber jetzt wieder zurück zur Bewerbung.

BEWERBUNGSTIPPS:

  • Füge ein Komma immer da ein, wo Du möchtest, dass eine Pause gesprochen wird. Lies Deinen Satz, und da, wo Du Pausen sprechen würdest kannst Du ein Komma setzen. Das braucht ein bisschen Übung und ist nicht immer automatisch richtig. Aber es ist eine gute Faustregel.
  • Informiere Dich im Zweifelsfall im Internet über Kommasetzung
  • Nach dem Komma folgt immer ein Leerzeichen. Das ist bei allen Satzzeichen gleich. 
  • Niemals vor dem Satzzeichen, oder davor und dahinter.   

3.2. Klein geschrieben – großes Problem! 

Groß- und Kleinschreibung stellt Bewerber ebenfalls nicht selten vor Herausforderungen. Schreibt man „die Anderen“ jetzt groß? oder „alles weitere“ klein? und wie schreibt man dann unter anderem?  Das ist oft gar nicht so einfach. Durch einen veränderte Großschreibung kann sich der Sinn eines Satzes extrem verändern. Auch hier habe ich im Internet lustige Beispiele gefunden:

Beispiel aus dem Internet

Hier noch ein paar Auszüge zur Groß- und Kleinschreibung, die nur als lustige Beispiele zur Veranschaulichung dienen und nicht wirklich in Bewerbungen verwendet wurden. Dennoch finden sich in „echten“ Bewerbungen leider auch häufig ähnliche Fehler, die dann zwar zum Schmunzeln animieren. Förderlich für die Bewerbung sind sie keineswegs. Erkennst Du die Unterschiede?

Die Spinnen. / Die spinnen.

Er hat liebe Genossen. / Er hat Liebe genossen.

Die nackte Sucht. / Die Nackte sucht.

Vielleicht kennst Du ja ähnliche Beispiele aus Deiner Praxis? Dann würde ich mich freuen, wenn Du Sie unten in den Kommentaren postest. 

BEWERBUNGSTIPPS:

  • Nutze die Rechtschreibprüfung Deines Schreibprogramms, aber verlasse Dich nicht zu 100% darauf.
  • Im Zweifelsfall recherchiere zu bestimmten Wörtern im Internet oder
  • frage Verwandte oder Bekannte. Alles ist besser, als ein Fehler in Deiner Bewerbung

4. Zwischen den Zeilen

Am Ende wird jeder Entscheider alle bereits besprochenen Faktoren zusammenfügen und sich ein Bild über Dich machen. Bereits das ist ja schon ein aussagekräftiger Eindruck „zwischen den Zeilen“. Dazu kommt, dass nicht nur zählt was Du geschrieben hast, sondern auch das, was Du NICHT geschrieben hast!

Wenn Du also eine wichtige Fähigkeit nicht in Deine Bewerbung schreibst, wird man Dir unterstellen, dass Du sie nicht besitzt. Schreibst Du viele Abkürzungen, bist Du vielleicht faul und wenn Deine Sätze sehr verschachtelt und kompliziert sind, bist Du möglicherweise auch ein komplizierter Mensch. Das häufige  „Ich“ am Satzanfang deutet stark auf ausgeprägten Egoismus hin. 

4.1 Der Bewerbungs-Code

An diese Stelle will ich Dir mal zeigen, warum Details zwischen den Zeilen so wichtig sind. 

Du kennst sicher Arbeitszeugnisse, vielleicht hast Du schon einige. So ein Arbeitszeugnis muss vom Unternehmen wohlwollend ausgestellt werden. Das bedeutet, man darf nichts Schlechtes über Dich schreiben, auch wenn das gerechtfertigt wäre. Da man also nur gut über einen ehemaligen Mitarbeiter schreiben darf, der vielleicht gar nicht so gut war, hat sich ein Zeugniscode entwickelt. Darüber gibt es millionen Bücher. Für uns ist hier nur wichtig, dass Die Menschen, die Deine Bewerbung lesen, auch die Menschen sind, Die Arbeitszeugnisse ausstellen. Sie haben also die Zeugnissprache intus. 

Im Arbeitszeugnis gibt es genau einen Satz, der die Leistung eines Mitarbeiters beschreibt. Nur hier kann man die Notenskala von eins bis sechs ansetzen. Dieser Satz lautet:

„Alle anfallenden Aufgaben erledigte sie stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.“

Das ist die Note 1. 

Die Firma war IMMER (stets) mit der Note 1 zufrieden. Lässt man das Wörtchen „stets“ weg, war das nicht immer der Fall:

„Alle anfallenden Aufgaben erledigte sie zu unserer vollsten Zufriedenheit.“

Ändert man nun noch die vollste Zufriedenheit in volle Zufriedenheit, hat man die Note 2 (und das nicht immer, weil das Wörtchen stets auch fehlt)

„Alle anfallenden Aufgaben erledigte sie zu unserer vollen Zufriedenheit.“

Und wenn man jetzt auch noch das „vollen“ wegnimmt haben wir die Note 3 (und auch das nicht immer):

„Alle anfallenden Aufgaben erledigte sie zu unserer Zufriedenheit.“

JA und wenn man zuletzt auch noch den ersten Teil des Satzes ändert in 

„Alle ihr übertragenen Aufgaben erledigte sie zu unserer Zufriedenheit.“

bedeutet die Formulierung:

Alle Aufgaben, die man ihr gegeben hat (sie hat selbst keine Arbeit liegen sehen und ist nur rumgestanden, wenn sie keine bekam) erledigte sie mit der Note drei und das nicht mal immer!

Personaler kennen diesen Code!

Jetzt stell Dir mal vor, Du wärst Personaler. Den Code kennst Du ja jetzt auch. Nun liest Du eine Bewerbung in der steht folgendes:

„Aufgrund meiner Fähigkeiten und Kenntnisse bin ich mir sicher, dass ich ale mir übertragenen Aufgaben zu Ihrer Zufriedenheit erledigen kann.“

Auch wenn dieses einfache Beispiel nicht rechtlich bindend ist, ist es doch aussagekräftig. Welche Note würdest Du diesem Bewerber geben und würdest Du ihn einladen?

Darum gibt es neben dem Zeugniscode auch eine Art Bewerbungscode, den Du unbedingt beachten solltest.

Beispiel aus der täglichen Praxis

Im Abschluss eines Bewerbungs Anschreibens fand ich mal folgenden Wortlaut:

„Gerne besuche ich Sie zu einem Vorstellungsgespräch, in dem ich Sie von meinen Fähigkeiten über Zeugen kann.

Hochachtungsvoll…

Richtig wäre das Wort „überzeugen“ geschrieben.

„Über Zeugen“ regelt man Dinge vor Gericht. Die Grußformel „Hochachtungsvoll“ verwenden außerdem Anwälte, wenn sie an die gegnerische Partei schreiben. Sie gilt als Höflichkeitsform, aber distanzierter und nicht so freundlich wie „Mit freundlichen Grüßen“.

Diese beiden speziellen Formulierungen („über Zeugen“ und „Hochachtungsvoll“) deuten also sehr stark darauf hin, dass dieser ansonsten schreibschwache Bewerber wohl bereits mit Gerichten und Anwälten zu tun hatte, was er mir im Vorstellungsgespräch dann auch bestätigte.

BEWERBUNGSTIPPS:

  • Vermeide Negationen: „Ich kann etwas nicht schlecht“ hat nicht die gleiche Bedeutung wie „Ich kann etwas gut“.
  • „Arbeiten unter Belastung ist für mich kein Problem“ bedeutet nich das gleiche wie „Ich bin belastbar“.
  • Jede Stärke, die Du für den neuen Job brauchst ist wichtig! Stärken, die Du in Deiner Bewerbung nicht beschreibst, hast Du auch nicht (jedenfalls nicht für den Personaler)!
  • Verwende kurze, knappe Sätze (KISS Formel: Keep It Simple Stupid)
  • Deine Grammatik und die Wahl Deiner Worte sagen sehr viel über Deine Persönlichkeit und Dein Bildungsniveau aus. Der durchschnittliche BILD Leser
  • besitzt einen Sprachschatz von ca. 1.000 Wörtern, während ein Akademiker über mehr als 1.500 Wörter verfügt. 
  • Auch wenn Du Wissenschaftler mit langjähriger Feldforschung bist, informiere Dich, wer Deine Bewerbung liest und schreibe einfach, kurz und bündig. 
  • Schreibe in der Sprache des Lesers (siehe Punkt 1.2)
  • Verwende positive Verstärkungsworte: Bist Du im Umgang mit EDV gut, sehr gut oder exzellent?
  • Schreibe Deine Sätze so um, dass möglichst kein ICH am Satzanfang steht: NICHT: „Ich würde mich über die Einladung zum Vorstellungsgespräch sehr freuen“ sondern „Über die Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen…

4. 2 Negative Trigger

„Trigger“ oder „Hot Buttons“ sind psychologisch wirksame Wörter, die Emotionen im Leser schaffen können. Gute Journalisten und Geschichtenschreiber wissen genau, welche Emotionen sie im Leser wecken wollen, wenn sie von „diesem grausamen Mord“ schreiben. Sie legen das Gefühl praktisch dem Leser während des Lesens in den Kopf.  Darum können wir weinen, wenn wir einen guten Roman lesen oder werden wütend, wenn wir bestimmte Nachrichten hören. 

Praxisbeispiele für negative Trigger

In der Bewerbung:

schlecht, eigentlich, muss, krank, nicht, kein, Problem, schwer, alt, Kind, Maßnahme, Kündigung, Stress, unglücklich, Einschränkung möchte, könnte, würde, Arbeitsamt, JobCenter, Arbeitsagentur …

In den Medien (Vorrangig in den Nachrichten):

Terrorist, grausam, verheerend, schrecklich, brutal, rücksichtslos, verzweifelt, gemein, Bluttat, kaltblütig, Mord…

BEWERBUNGSTIPPS:

  • Vermeide alle Wörter, die Dir im schlimmsten Fall negativ ausgelegt werden können. Das sind meist die negativen Trigger. Aber davon gibt es noch einige mehr, als oben beschrieben.
  • Vermeide Negativformulierungen wie „Kein Problem“ und schreibe stattdessen positiv.
  • Kinder erzeugen im Bewerbungs Anschreiben negative Gefühle, wegen Betreuung und Krankheit. Kinder solltest Du daher nur ins Anschreiben bringen wenn Du Dich z.B. in der Kinderpflege bewirbst.
  • Arbeitsamt, JobCenter oder Arbeitsagenturen verursachen beim Leser ebenfalls die eine oder andere Verstimmung („Schon wieder so einer vom Arbeitsamt, der sich bewerben muss aber eh nicht will!“)

4. 3 Positive Trigger

Die positiven „Trigger“ findest Du vorrangig in der Werbung. Und da Be-Werbung ja Werbung ist, solltest Du auch hier mit positiven Triggern arbeiten. Du erzeugst also mit der Wahl der richtigen Worte, eine positive und interessierte Stimmung im Leser, noch während er Deine Bewerbung liest.  

Praxisbeispiele für positive Trigger

In der Bewerbung:

gut, sehr gut, sicher, erfolgreich, Liebe, Leidenschaft, Erfahrung, Fähigkeiten, Kenntnisse, langjährig, vielseitig/ spezialisiert, Freude, Spaß. Erfolg, bestens, schön, viel, sehr, exzellent, umfangreich, gerne, …

In den Medien (Vorrangig in der Werbung):

Neu, sicher, Sicherheit, Vergnügen, Freunde, Fahrspaß, Freiheit, Lust, groß, Lebensgefühl, bequem, zuverlässig, Spielspaß, …

BEWERBUNGSTIPPS:

  • Verwende viele positive Trigger
  • Liebe und Leidenschaft sind die mächtigsten Emotionen – aber setze sie vorsichtig ein: „Da die Arbeit als Produktionshelferin schon immer meine größte Leidenschaft ist und ich den Umgang mit großen Maschinen liebe…“ glaubt Dir Keiner! Niemand schwärmt schon als 11 jähriges Mädchen davon, in der Produktion zu arbeiten.
  • Beschreibe, wie gut Du etwas kannst (ausbaufähig, gut, sehr gut, sicher, exzellent)
  • Wenn Du etwas gerne machst, machst Du es gut! Zeige mit Wörtern wie Freude oder Spaß, wie gut Dir Deine Arbeit gefällt. ABER lüge nicht!

5. Zusammenfassung:

All diese Tipps hören sich sehr kompliziert an. Die meisten Bewerber wissen noch nicht einmal davon. Das führt dazu, dass bei Vielen die Bewerbung zu einem Glücksspiel wird. Einfach mal die Adresse geändert und weggeschickt funktioniert aber heute nicht mehr wie früher. Und gerade in den Zeiten um und nach Corona wird der Abeitsmarkt überflutet mit vielen qualifizierten Bewerbern, die sich auf einem kleiner gewordenen Arbeitsmarkt bewerben. Das bedeutet:

Es wird mehr qualifizierte Bewerber auf weniger Stellen geben!  

Viele Unternehmen werden also durch und nach Corona noch genauer anhand der Bewerbungsunterlagen selektieren und noch feinere Kriterien beachten. Dadurch wird es noch schwieriger, wirklich überzeugende Bewerbungsunterlagen zu liefern.

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